Gaedicke

Urbane Angsträume

Eine Situationsanalyse zu diskursiven Konstruktionen öffentlicher Räume

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Fachbuch

Buch. Softcover

2025

276 S. 4 s/w-Abbildungen, 22 Farbabbildungen.

transcript. ISBN 978-3-8376-7615-0

Format (B x L): 15.7 x 22.9 cm

Gewicht: 430 g

Das Werk ist Teil der Reihe: Urban Studies

Produktbeschreibung

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Wenn ich von meinem Forschungsthema erzählt habe, dann wurde in Gesprächen schnell deutlich, dass urbane Angsträume ein Phänomen sind, an das viele Personen anknüpfen können. Als vermeintliche Merkmale von Angsträumen wurden oft ähnliche Elemente genannt: Dunkle Ecken, Verwahrlosung und ›düstere Gestalten‹. Dabei werden Räume häufig als Angsträume verstanden, selbst wenn die Personen dort keine negativen Erfahrungen gemacht haben. Dieses vermeintliche Paradoxon hat mich interessiert.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Dank feministischer Raumforschung wissen wir, dass Räume nicht neutral, sondern von Macht- und Ungleichheitsverhältnissen geprägt sind, und dass die Ursachen von Angst und Kriminalität beforscht und beseitigt werden müssen, um Angst im öffentlichen Raum zu begegnen. Andere Ansätze hingegen setzen eher auf stadtplanerische Lösungen, um Angsträumen beizukommen. Ich verbinde beide Perspektiven und fokussiere auf Atmosphären als vernachlässigter Baustein, um Angsträume besser verstehen zu können.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Seit der Kölner Silvesternacht 2015/16 hat das Thema ›Angsträume‹ in wissenschaftlichen Debatten ein Revival erlebt. Dabei wurde ›Raum‹ erstaunlich wenig konzeptualisiert. Ich liefere ein Situiertes Raumkonzept, das die Vielschichtigkeit von Raum aufzeigt. Außerdem habe ich mit Adele Clarkes Situationsanalyse eine Methodologie gefunden, mit der Angsträume umfassend beforscht werden können, weil in der Situationsanalyse auch räumliche und nichtmenschliche Elemente eine Rolle spielen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Ich verstehe meine Forschung als Beitrag für ein Nachdenken über Raum als Querschnittsthema, da wir ständig Räume herstellen, von ihnen ausgeschlossen werden, sie als gefährlich wahrnehmen – sprich: Räume unausweichlich sind. Mein Anliegen ist es, Angst und (Un)Sicherheit als soziale Konstruktionen zu verstehen. Diskutieren würde ich gerne mit Personen aus der Stadtplanung, den Gender Studies und Aktivist*innen. Außerdem interessiert mich das Thema Angsträume aus Perspektive von Transpersonen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Aus intersektional-feministischer Perspektive zeigt das Buch auf, welche Elemente bei der diskursiven Konstruktion urbaner Angsträume bedeutsam sind.

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